Geschichte der Fabrik Laaber


Die Geschichte der Fabrik Laaber beginnt 1948. Sie wurde von Hr. Hugo Rzejak am Ortsrand gegründet. Ursprünglich war der Betrieb als Textilwerk Laaber firmiert, wobei Weberei, Strickerei, Färberei und Druckerei in kleinem Maßstab durchgeführt wurde. Nach dem Ableben des Gründers 1956 wurde der Betrieb in von Hr. Eugen Rzejak weitergeführt. Ende der 50er Jahre stellten sich die ursprünglichen Betriebszweige als untrentabel heraus. Es wurde eine handwerkliche Filmdruckerei auf Drucktischen betrieben, die wesentlichen Arbeiten waren dabei drucken, dämpfen, waschen, pressen und rollen.

Aufgrund der Lohnkostenentwicklung war diese Handdruckerei nicht mehr rentabel, weshalb in den bestehenden Räumlichkeiten ab 1968 mechanische Filmdruckmaschinen installiert wurden. Ab mitte der 70er Jahre wuden die Flachdruckmaschinen durch Rotationsdruckmaschinen erstetzt und die Dämpferei modernisiert. 1985 wurde der Betrieb von Hanns Jürgen Rzejak weitergeführt. Mit unternehmerischen Geschick expandierte der Textilingenieur. Umsatz und Gewinn stiegen um ein vielfaches und auch die Mitarbeiterzahl wuchs von 35 auf über 60 Mitarbeiter.

Insbesonders in den 70er und in den 90er Jahren wurde stark expandiert und Stoffdrucke auf höchstem Niveau, teilweise im 2-Schicht-Modell produziert. In Spitzenzeiten waren über 60 Mitarbeiter beschäftigt. Durch Neuansiedelungen von Wohnhäusern am damaligen Ortsrand lag die Fabrik Laaber nun im Mischgebiet, was gelegentlich zu Spannungen zwischen Unternehmen und Nachbarschaft führte.

Ende der 90er Jahre wurde zunehmend Konkurrenz durch Fernost auch im hochpreisigen Textilsegment, sowie der Trend zu unifarbenen Stoffen spürbar. 1997 wurde deshalb eine Kooperation mit Loden Steiner (Österreich) geschlossen. Die Fabrik in Laaber hat sich auf hochwertige Wolldrucke spezialisiert.

Nach dem endgültigen AUS für die Produktion 2007 wurden neben der Nutzung als reine Lagerfläche die repräsentative Ausstellungsfläche als Laden für textile Meterware genutzt.

2012 wurde die Fabrik Laaber von dem Onlinehändler Hr Hans-Jürgen Schwarzmann gekauft und seit dem von der Schwarzmann GmbH zum Lagern, Verpacken und Versenden genutzt.

2013 wurde der Firmensitz komplett nach Laaber verlegt.

2014 wurde eine 180kw Solaranlage (ca. 1000qm) montiert, deren Ertrag den Stromverbrauch des Betriebes bei weitem übersteigt.

2015 wurde ein Bauantrag zum Abriss und Neubau der Hallen zur Beratzhausener Strasse gestellt und neue Büroräume im ehemaligen Stoffladen eingerichtet.

2016 Cirka die Hälfte der bestehenden Hallen wurde abgerissen. Betonboden und Mauerwerk wurden vor Ort zerkleinert. Nach eingehenden Laboruntersuchungen konnte das Material als Untergrund für den Neubau wieder ohne Einschänkungen verwendet werden. Auch der Boden wurden flächendeckend auf mögliche Schadstoffbelastung untersucht, er war einwandfrei. Lediglich der Boden und die Wände der „Farbküche“ wurden fachgerecht entsorgt, da eine Wiederverwertung nur unter Auflagen möglich gewesen wäre.

2017  …  die Geschichte geht weiter …

 

Leave a Reply